Xiaomi Smart Band 9: Detaillierte Vorstellung des neuen Smart-Armbands der nächsten Generation
Die ursprüngliche Mi-Band-Serie von Xiaomi revolutionierte einst den Markt der erschwinglichen Fitness-Armbänder. Die ersten Modelle kamen ohne Display und Herzfrequenzsensor aus und konzentrierten sich ausschließlich auf die grundlegenden Funktionen.
Neun Generationen später verfügt das Xiaomi Smart Band 9 nun über ein Display mit einer Helligkeit von 1.200 Nits, eine Always-On-Funktion sowie einen hochwertigen Herzfrequenzsensor, der im Vergleich zur achten Generation um 16 % genauer arbeitet. Für ein besseres haptisches Feedback sorgt zudem ein neuer linearer Vibrationsmotor.
Das neue Modell bietet eine größere Akkukapazität und ein helleres Display, verzichtet jedoch weiterhin auf ein integriertes GPS. Dafür muss in der Regel zur Pro-Version gegriffen werden, allerdings hat Xiaomi bislang noch keine Pro-Variante der neunten Generation angekündigt.
Farben, Preis und Zubehör
Das Xiaomi Smart Band 9 ist in vier Farben erhältlich: Rosa, Schwarz, Weiß und Blau. Die Version ohne NFC kostet 40 Euro und wird mit einem eigenen magnetischen Ladekabel geliefert. Optional ist ein Laufclip für 10 Euro sowie ein zweifarbiges Lederarmband für 25 Euro erhältlich. Wichtig zu beachten ist, dass der Laufclip des Smart Band 8 nicht mit dem Band 9 kompatibel ist, da sich die Abmessungen der beiden Modelle leicht unterscheiden.
Leistung und Genauigkeit
Wir haben das Smart Band 9 beim Laufen sowohl am Schuh als auch am Handgelenk getestet. Die Abweichung lag dabei unter 5 %. Allerdings war es am Schuh getragen nicht einfach, Herzfrequenz und Geschwindigkeit direkt zu überprüfen, was diese Trageweise weniger ideal macht.
Xiaomi bietet auf verschiedenen Märkten zahlreiche Armbandoptionen an – darunter Silikon-, Leder-, Metall- und sogar magnetische Varianten. Darüber hinaus sind online auch Armbänder von Drittanbietern erhältlich, sodass die Auswahl insgesamt sehr groß ist.
Design und Verarbeitungsqualität
Das Xiaomi Smart Band 9 verfügt über ein Metallgehäuse (zusätzlich gibt es eine spezielle Keramikversion) und wiegt ohne Armband lediglich 15,8 Gramm. Dank der Wasserdichtigkeit nach 5 ATM ist es bis zu einer Tiefe von 50 Metern geschützt. Das Design blieb im Vergleich zum Vorgängermodell unverändert, ebenso wie das 1,62 Zoll große Display mit einer Auflösung von 192 × 490 Pixeln. Allerdings ist das Panel mit 1.200 Nits doppelt so hell wie zuvor.
Diese Verbesserung ist besonders bei Sonnenlicht von Vorteil, da das Display deutlich besser ablesbar ist, und auch im Dunkeln lässt es sich effektiver als Taschenlampe nutzen. Der optische Herzfrequenzsensor auf der Rückseite des Smart Band 9 arbeitet um 16 % genauer als beim Vorgängermodell. Zusätzlich kann das Armband den Blutsauerstoffgehalt (SpO₂) sowie das Stressniveau überwachen, letzteres auch mithilfe von Atemübungen. Für die Bewegungserfassung sorgen ein Beschleunigungssensor und ein Gyroskop, während ein Lichtsensor die automatische Helligkeitsregelung übernimmt.
Das TPU-Armband lässt sich einfach befestigen, indem es in die Halterung eingeklickt wird. Zum Abnehmen muss der Entriegelungsmechanismus an der Unterseite gedrückt werden. Die Fixierung des Armbands kann etwas fummelig sein, da es nur dann bequem sitzt, wenn es relativ eng am Handgelenk anliegt – andernfalls kann es verrutschen, was den Tragekomfort beeinträchtigt.
Display und Funktionen
Das Display überzeugt mit sehr guter Qualität. Bei aktivierter automatischer Helligkeit blieb es unter allen Lichtverhältnissen gut ablesbar, auch wenn keine entspiegelte Beschichtung vorhanden ist. Zur Auswahl stehen 11 vorinstallierte Zifferblätter, zusätzlich können zahlreiche Zifferblätter von Drittanbietern heruntergeladen werden. Trotz des schmalen, länglichen Displays findet man problemlos ein passendes Design für die eigenen Bedürfnisse.
Das Display unterstützt außerdem die Always-On-Funktion, die für jedes getestete Zifferblatt eine eigene Darstellung bietet. Standardmäßig ist der „Smart“-Modus aktiviert, der das Always-On-Display deaktiviert, wenn das Band nicht getragen wird oder der Nutzer schläft.
Gesundheits- und Fitnessfunktionen
Das Xiaomi Smart Band 9 nutzt die Mi-Fitness-App, wobei der „Mi“-Name langsam aus dem Xiaomi-Produktportfolio verschwindet. Die App funktioniert zuverlässig und bietet einen einfachen Zugriff auf Gesundheits- und Fitnessdaten sowie auf die Einstellungen des Wearables.
Die Navigation durch die Benutzeroberfläche ist intuitiv: Durch Wischen nach links oder rechts lassen sich verschiedene Widgets wie Wecker, Timer, Herzfrequenz, Wetter und Musik aufrufen. Durch Wischen nach unten auf dem Startbildschirm werden Benachrichtigungen angezeigt, während ein Wischen nach oben in das Trainingsmenü führt. Zudem können individuelle Widgets mit bevorzugten Funktionen erstellt werden, was sich als sehr praktisch erweist.
Eine der wichtigsten Funktionen von Fitness-Armbändern ist die Verwaltung von Benachrichtigungen. Nutzer können festlegen, welche Apps Mitteilungen senden dürfen, und einen „Nicht stören“-Modus aktivieren. Direkt auf Benachrichtigungen antworten lässt sich jedoch nicht.
Das Smart Band 9 unterstützt mehr als 150 Trainingsmodi, allerdings konnten wir keinen speziellen „Fußball“-Modus finden. Zwar kann der „Freestyle“-Modus genutzt werden, die Anzahl der Schritte und die zurückgelegte Distanz müssen nach dem Spiel jedoch separat im Schrittmenü abgerufen werden.




